Was ist Aromatherapie?

Aromatherapie wird als ein eigenständiger Bereich der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) betrachtet. In Frankreich wird sie nur von ÄrztInnen praktiziert, in England von umfassend geschulten AromatherapeutInnen. Sie umfasst den medizinisch-therapeutischen Einsatz von ätherischen Ölen pflanzlicher Herkunft zwecks Heilung oder Linderung von Krankheiten.

Aromapraxis ist eine wegen der deutschen strengen Gesetzgebung abgewandelte Form der Aromatherapie. Sie wird von medizinischen Laien, die jedoch eigens in Aromakunde und ggfs. Massage geschult wurden, durchgeführt.

Eine aromapraktische Behandlung dient der Prophylaxe (Vorbeugung) von Krankheiten und wird zum Stressausgleich eingesetzt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aromatherapie, Aromapraxis/-pflege?

Es werden zwischen zwei unterschiedlichen Arbeitsfeldern auf dem Einsatzgebiet der ätherischen Öle unterschieden:

 

--> Aromatherapeuten und Aromatherapeutinnen sind diejenigen, die nicht nur über qualifizierte Fortbildung in Aromakunde verfügen, sondern die entweder Heilpraktiker/Heilpraktikerin oder Arzt/Ärztin sind. Sie dürfen ätherische Öle therapeutisch, also zu heilenden Zwecken einsetzen und diese auch verschreiben.

 

--> Aromapraktiker und Aromapraktikerinnen dagegen sind entweder in Aromakunde und Aromapraxis ausgebildete Laien, die ätherische Öle, fette Öle und Hydrolate zur Gesundheitspflege und -vorsorge einsetzen, z. B. in stressabbauenden Massagen mit dazugehörender Beratung. Inzwischen hat sich der Begriff Aromapflege vor allem in diesem Bereich gut etabliert.

 

--> Unter Aromapflege verstehen wir einerseits den Gebrauch ätherischer Öle für das allgemeine körperlich-seelische Wohlbefinden und für die Schönheit:

Die ätherischen Öle sind wirkkräftige Zusätze u. a. in Körperpflegemitteln und Kosmetika, in Massageölen, Bädern und Duftlampen. Sie pflegen die Haut, unterstützen die Abwehr- und Selbstheilungskräfte, dienen der Vitalisierung, Konzentrationsförderung, Entspannung, Beruhigung und Sinnlichkeit.

 

Andererseits ist die Aromapflege auch die gezielte Behandlung von Alltagsbeschwerden zu Hause und die professionelle Anwendung ätherischer Öle im pflegerischen klinischen Bereich:

Sie dient der Harmonisierung bei Befindlichkeitsstörungen wie Schlafstörungen, Unruhezuständen, Ängsten, Verwirrtheit, Appetitmangel, depressiven Verstimmungen, Wut. Sie hilft bei körperlichen Beschwerden wie Erkältungen, Muskelschmerzen, Verdauungsproblemen, Hautirritationen, kleinen Wunden. Sie umfasst alle pflegenden Anwendungen wie Hautpflege, Bäder, Waschungen, Wickel, Inhalationen, Einreibungen und leichte Massagen.

 

Dieser Beruf füllt die immens wichtige Lücke, die das heutige Gesundheitssystem stets vergrößert: nämlich den Menschen als Ganzheit zu sehen und ihn im Prozess der inneren und äußeren Geneseung weiterhin zu unterstützen. Denn viele eigentlich kranke Menschen werden als "gesund" - also ohne medizinische Befunde - aus der medizinisch-ärztlichen Obhut entlassen. Hier können die ätherischen Öle samt der helfenden Hand im oben genannten Sinne unterstützen, pflegen, fitmachen und begleiten.

 

Quellen: www.aromapraxis.de, Praxis Aromatherapie v. Monika Werner



Wichtiger Hinweis:

Meine Tätigkeit dient der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und der Entspannung und ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers.